Die rund 200 Besucherinnen und Besucher waren zum Zuhören, Innehalten und Mitsingen eingeladen.
Mit den Worten „Der Ort, wo du stehst, ist heiliger Boden“, eingraviert in Steinfliesen des Gotteshauses, empfängt die Stadtpfarrkirche alle Besucher. „Was ist mir heilig, was besonders wichtig?“, fragte Bandsängerin Gisela Schuhmann deshalb zu Beginn der Veranstaltung. Der Kirchenband sei vor 40 Jahren wichtig gewesen, diesen Ort mit neuen geistlichen Liedern zu heiligen. Deshalb sei im Herbst 1986 die Kirchenband „Magdala“ gegründet worden.
An dieser Motivation hat sich bis heute nichts geändert. Und so nahm die Band „Magdala“ das Publikum mit auf eine feinfühlige und emotionale Reise zu den sakralen Kunstwerken und Orten der Stadtpfarrkirche und zu den musikalischen Stationen der Band. Alle Lieder, die an diesem Abend zu hören waren, hat die Band schon in wenigstens einem ihrer vielen Gottesdienste gespielt. Gleichzeitig stellten die Musikbeiträge eine Verbindung zu den heiligen Orten der Stadtpfarrkirche her.
So warf die Band einen Lichtspot auf den Ambo, das Lesepult. Der Ambo symbolisiere die Würde von Gottes Wort, sie sei der Tisch des Wortes. Dieses Wort soll die Menschen aufrichten, erheben und ermutigen, erklärten die Magdala-Sängerinnen Gisela Schuhmann und Gabriele Knoch, die im Wechsel gedankliche Ergänzungen zu den Musikbeiträgen sprachen. Die moderne Hymne “You raise me up“ war eine musikalische Antwort auf diese Erläuterungen.
Weitere Stationen waren der Triumph-Bogen mit dem Kreuz über dem Kirchenschiff, der Riemenschneideraltar, der neue Marienort, der Taufstein und der neugestaltete Volksaltar. Jede Station wurde mit einem Lichtspot beleuchtet. Dieser warf damit zusammen mit Musik und Texten ein neues Licht auf das Gotteshaus.
Für die Besucher und Besucherinnen war dieser Abend oftmals auch eine Reise zu ihren eigenen religiösen Erfahrungen aus ihrer Jugend oder der ihrer Kinder. „Ins Wasser fällt ein Stein“, „Von guten Mächten“ oder „Wenn das Brot, das wir teilen“ sind Klassiker, die zu Herzen gehen und Erinnerungen wecken. Dankbar nahm das Publikum das Angebot an, hier kräftig mitsingen zu können.
Die besondere Atmosphäre wurde noch verstärkt durch den mit Kerzen, Brot und einem großen Holzherz geschmückten Altar sowie durch ein Stoffband in Regenbogenfarben, das vom wieder hergestellten Mittelgang bis zum Altar reichte.
Stadtpfarrer P. Markus Reis bezeichnete die Band „Magdala“ in seinem Dank als einen Teil der Pfarrei-Geschichte. „Sie ist auch ein Schatz dieser Kirche“, so das Lob an die Akteure Gisela Schuhmann, Guido Rose, Hans Beudert, Brigitte Greiner, Michael Kübert und Gabriele Knoch.


